Making of – My Who am I

Andreas Kretschmer / Andreas Kretschmer, Hinter dem Tellerrand / / 1 Kommentar / Like this
Making of – My Who am I

Im Making of – „My Who am I“ geht es darum wie dieses Bild entschanden ist. Von der Idee – zum Shooting – zur Finalen Bearbeitung.

Viel Spaß beim lesen.

Euer Andreas

Das fertige Bild

Making of - My Who am I

Geschichte

In einer großen Online-Video-Bibliothek, war der Film „Who am I – Kein System sicher“ im Sonderangebot, also habe ich gleich zugeschlagen und die HD Version des Filmes gekauft.

Da diesen Film ein „Admin-Kollege“ bereits im Kino gesehen und Ihn für Gut befunden hat, war ich schon seit geraumer Zeit Neugierig auf diesen Film. Eine Kritik meinerseits gibt es jetzt allerdings nicht.

Story, Musik, die Darstellung des DarkNet und die Beschreibung einiger Techniken fand ich gut.

Die Szene

Richtig Gut, hat mir allerdings eine Szene gefallen, bei der Benjamin mit dem Rücken zur Kamera vor einem Spiegel steht. Die Kamera steht etwas nach links versetzt hinter Benjamin. Im Spiegel sieht man aber nicht wie erwartet,  Oberkörper und Gesicht, sondern seinen Rücken und Hinterkopf.

Ein Foto mit mir und Spiegel spukt mir schon seit längerem im Kopf herum. Auch schien mir die Umsetzung relativ einfach. So kam es zum Shooting für das oben gezeigte Bild

Das Shooting

ufgrund der architektonischen Besonderheit des Raumes in dem sich der Spiegel befindet, Dachgeschoss inklusive Dachschräge, konnte ich nicht das gewünschte 50mm Objektiv von Zeiss verwenden. Stattdessen kam das 30mm Objektiv von Sigma zum Einsatz.

Die Kamera kam auf das Stativ, Blitz auf die Kamera, Lichter an. Die Lichter im Raum liefern zu wenig Licht. Deswegen wurde der Einsatz des Blitzes notwendig um Raum und meinen Rücken etwas aufzuhellen.
Belichtung war relativ schnell gefunden. und Hochformat gefiel mir besser. Das fertige Bild oben besteht aus zwei Bildern, einmal mit dem Rücken zur Kamera und einmal in die Kamera blickend. Die große Herausforderung, nicht mit dem Kopf an der Dachschräge hängen zu bleiben 😉

Fünf bis sechs Versuche und die benötigten Bilder waren im Kasten.
Mir ist es wichtig, dass die Spiegelung scharf ist, während der Körper davor schon leicht unscharf ist.

Das Spiegelbild

Making of - My Who am I

Die Rückenansicht

Making of - My Who am I

Die digitale Bearbeitung

Präzise Arbeit beim Shooting macht sich bezahlt. Deshalb ist die  Nachbearbeitung eher unspektakulär.

Die beiden RAWs als Ebene in Photoshop importieren und anschließend mit der Klassischen Ebenenmaske auspinseln. Mit etwas Stempel-Arbeit wurde der Rahmen des Dachfensters entfernt. Insgesamt würde ich 10 bis 15 Minuten Photoshop schätzen.

Nachdem das fertige Bild in Lightroom importiert war, fanden dort die restlichen Arbeiten statt. Am Regler drehen. Lichter dunkler, Schatten heller, Clarity, Bildausschnitt und die Schwarz/Weiß Umwandlung. Als Finish noch ein leichter “Hollywood-Effekt”, leichter gelbton in den Lichtern und leichter blauton in den Schatten und schärfen.

Das Bild wird dann Quadratisch exportiert und Zack fertig, ist meine „Who am I“ Interpretation

Making of - My Who am I

Die Kritik

Ich bin mir selbst noch nicht ganz schlüssig ob es mir gefällt, dass ich in der Rückenansicht die Schulter etwas nach oben ziehe und somit Person und Spiegelbild nicht ganz gleich sind. Andererseits gibt es dem Bild noch etwas mehr Abstrakter.

In den dunklen Wintermonaten gibt es jetzt die Möglichkeit das Bild zu machen, dieses Mal dann perfekt.

Das Equipment

  • Kamera: Pentax K-7
  • Objektiv: Sigma 30mm F1.4 EX DC HSM
  • Blitz: Metz mecablitz 58 AF-2 digital

Euer Andreas

 

Making of - My Who am I

über Andreas Kretschmer

Seit 2007 bin ich auf der Suche nach den perfekten Momenten und schärfe seither meinen fotografischen Blick. Fotografie hilft mir beim "Entschleunigen", dadurch habe ich auch gelernt kurze Momente zu genießen.

1 Kommentar

  1. mcphotoarts  —  2016-10-24 at 11:54

    Mit Deinem Making of hab ich gleich mal Lust bekommen mir den Film „Who am I“ anzusehen. Hab ihn mir bei Amazon gleich mal in die Watchlist getan. Somit hat die Werbung für den Film schonmal funktioniert.
    Zu dem Bild selbst muss ich sagen, es ist Dir absolut gelungen. Wie Du selbst schon geschrieben hast, ist die Schulter nicht ganz stimmig. Aber das sehe ich nicht als großen Nachteil. Irgendwie vermittelt das Bild dadurch, einen Blick auf sich selbst zu werfen. Ein gelungener Beitrag Andi.

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